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Ein Gartenhaus kann...trendy sein. Ja, richtig gelesen. Mit den genormten Geräteschuppen aus Kleingartenanlagen der 50er Jahre hat ein heutiges Gartenhaus nicht mehr viel gemein. Mittlerweile reicht das Angebot von Blockhüttenoptik über skandinavisch anmutende Holzhäuser bis hin zu individuellen Architektenhäuschen.
Einst versteckten sie sich verschämt hinter dichten Hecken und grünen Ranken. Diese eintönigen Holzverhaue, diese kleinen Verschläge im Wellblechdesign. Aber: Diese Zeiten sind vorbei. Immer häufiger finden sich wahre Blickfänge in den Gärten der Region. Knallig in der Farbgebung, mutig in den Formen – schick ist, was anders ist. Mit hohen Fensterreihen, Panorama-Elementen, gewölbtem Design-Dach und ungewöhnlichen Oberlicht-Konstruktionen. Eintönige Lauben waren gestern. Spießertum ade.
Lackiert oder unbehandelt: "Viele Menschen haben sich an den klassischen Formen sattgesehen. Vor allem Jüngere interessieren sich für die eher ausgefallenen Häuschen", sagt Markus Radek vom Marler Holzfachmarkt Bunzel. Auch hier findet die neue Gartenhaus-Generation vermehrt Käufer. Kein Wunder, viele junge Großstädter haben mittlerweile eine ganz andere Vorstellung von Gartenhäusern als der Laubenpieper der alten Schule. Sie bestellen ihr Häuschen in leuchtenden Farben. Was nicht heißen soll, dass sich der naturbelassene Fichte-Look nicht mehr verkauft. Er ist nach wie vor beliebt – vor allem bei jenen, die selbst Hand anlegen wollen. "Der eine mag seine Hütte eben blau-weiß, der andere lieber rot-blau", so Radek.
Mehr als ein Geräteschuppen. Auch das Nutzungsspektrum der Gartenhäuser hat sich erweitert. Zugegeben, meist sind die kleinen Hütten noch als klassische Geräteschuppen im Einsatz, doch werden sie immer häufiger auch als Kinderspielplatz oder Atelier genutzt. Als schattige Oase im Sommer und bei vorhandener Terrasse auch als Standort für den Grill. Kein Wunder: Große Fensterfronten, helle Räume und Schleppdächer tragen zum Wohlfühl-Ambiente bei.
Kennzeichnend für ein Gartenhaus ist allerdings, dass es meist weniger aufwendig konstruiert und gestaltet ist als ein reines Wohnhaus. Trotzdem benötigt ein Gartenhaus meist ein stabiles Fundament. Ob ein sogenanntes Punktfundament ausreicht oder ob der Stellplatz aufwendig betoniert werden muss, hängt von der Größe des Häuschens ab. Und ist der umbaute Raum größer als 30 Kubikmeter, ist eine Baugenehmigung Pflicht.
Im Vorfeld Gedanken machen. "Generell sollte man sich also schon im Vorfeld Gedanken machen, wofür man das Gartenhaus überhaupt benutzen will", rät Markus Radek. Brauche ich ein ebenerdiges Haus mit großen Flügeltüren, weil ich viele Geräte rein- und rausfahre? Und wie hoch sollte das Häuschen, wie dick sollten die Wände sein? "Alles Fragen, die sich an der Nutzung orientieren."
Wer sich für ein Gartenhaus aus Holz entschieden hat, muss dieses regelmäßig lackieren. Nur so bleibt die Fassade auf Dauer witterungsbeständig. Unter Umständen schlagen sonst Instandsetzungsarbeiten durch Feuchtigkeitsschäden teuer zu Buche. Markus Radek: "Wie der Name schon sagt: Ein Gartenhaus ist ein Haus. Und das sollte ebenso gepflegt werden wie das Wohnhaus".
Quelle: http://www.vestimmo.de/q/life-themen/ratgeber/wp_29/wp_5018 |
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